„Es ist kompliziert“ entstand in Spanien und zeigt einen verlassenen Unterrichtsraum, der noch immer nach Denken aussieht. Tafelwände sind dicht mit Formeln, Skizzen und Korrekturen bedeckt, als hätte jemand die letzten Antworten festhalten wollen. Über den Köpfen schneiden Dachfenster das Licht in klare Flächen. Es trifft auf Kreidestaub, rauen Beton und die strengen Linien der Architektur.
Vorne stehen Holzstühle in Reihen, bereit für Menschen, die nicht mehr kommen. Am Boden zieht sich ein grüner Schleier aus Moos und Feuchtigkeit durch den Raum und erinnert daran, dass Natur keine Gleichungen löst, sondern neue Regeln setzt. Genau hier liegt die Spannung: Ordnung bleibt sichtbar, während das Leben weiterzieht.
Unser Exponat verbindet kühle Geometrie mit stiller Melancholie. Es erzählt davon, wie kompliziert es wird, wenn Orte verlassen werden, und wie viel Klarheit im Verfall steckt. Nicht alles muss gelöst werden, um verstanden zu werden.














